Tiefe Geschichte(n) entdecken - Studienreisen

Psychologische Archäologie ist forschende Zuwendung zum Leben, zur Wahrnehmung und zur Weltenschau im Wandel der Zeit. Astrid Habiba Kreszmeier und Hans-Peter Cito Hufenus bieten Studienreisen an besondere Orte, die Natur und Kultur im Wechsel erleben lassen, aber auch Seminare und Vorträge am Rosenhof und ausserhalb.

Nach der inspirierenden Studienreise in Kreta im letzten Herbst und der erstaunlichen Reise zur Neanderthalerin in Deutschland, laden Cito und Habiba im kommenden Jahr zu einer Reise an den Peloponnes und in schweizerische Muotatal.

Lady von Asine - Rätselreise am Peloponnes

Warum heisst das Joghurt in unseren Supermärkten „nach griechischer Art“ und nicht einfach „Griechisches Joghurt“? Warum schmeckt Retsina so anders als alle anderen Weissweine in der Welt? Warum geben die Griech*innen keinen Essig an ihren Bauernsalat?

In den Schriften der alten Griechen finden wir keine Antworten darauf. Während diese in den Säulenhallen philosophierten und die Demokratie erfanden, kümmerten sich jene, die damals noch von der demokratischen Teilnahme ausgenommen waren, um die Lebensgrundlagen; die Frauen, die Sklaven und die Bauern. Nun, die Zeiten haben sich in manchen Teilen der Welt zum Glück etwas verbessert, aber es gibt noch Potential!

Bestimmt werden wir auch den kulinarischen Fragen auf die Spur kommen, aber nicht nur. Auf unserer Studienreise gibt es noch viel mehr zu erkunden:

Epidauros:
Diese Kultstätte ist 5000 Jahre alt. Wer hat an diese Heilstätte gewirkt, bevor Asklepius auf den Plan kam? Und was haben Quellen damit zu tun?
Franchti Höhle:
Weit älter als Epidauros ist die Franchthi-Höhle, die schon vor 38‘000 Jahren bewohnt war, und damit zu den ersten Besiedlungen durch die Sapiens in Europa gehört. Wie haben diese ersten Griech*innen damals gelebt?
Nafplio und Asine:
In der schönen byzantinischen Stadt Nafplio befindet sich ein archäologische Museum, in dem sich unter anderem zahlreiche Figurinen und der Kopf einer 3000 Jahre alten Frauenfigur findet. Warum diese Skulptur „Lord of Asine“ und nicht „Lady of Asine“ heisst, ist eines unserer Rätsel. Vielleicht helfen dabei die tönernen Votivschilder, deren einzigartige gezeichneten Darstellungen zu den frühesten narrativen Szenen mit mythologischem Inhalt gehören?

Ganz bestimmt inspirierend ist die gemeinsame Zeit am Meer und unter mediterranem Himmel. Das Geschichten erzählen, gemeinsam kochen, essen, lauschen und spielen ... wir freuen uns auf die Studiengruppe, die sich finden will!


ORGANISATORISCHES

MIT
Astrid Habiba Kreszmeier und
Hans-Peter Hufenus

DATEN
Voraussichtlich:
7 - 11 MAI 24
Di 18h - Sa 12h

ORT
Peloponnes, Greece

LOGIS
Neben zwei Übernachtungen
in Herbergen sind zwei
Naturnächte geplant.

KURSKOSTEN
CHF 500 exclusive Reise, Hotel
und Spesen vor Ort.



PROGRAMM

Wenn Cito und Habiba eine Seminarreise anbieten, dann kann man sich darauf verlassen: nichts ist bis ins Letzte durchorganisiert und touristische Highlights spielen nur am Rande mit. Dafür aber macht sich eine Reisegemeinschaft miteinander auf den Weg: wach, freundlich, streunend den Phänomenen folgen. So verdichten sich meist bewegende Geschichten, zeigen sich wunderbare Plätze und ergeben sich tiefe Begegnungen und Gespräche.
Gelebtes Wissen - sei es in Sachen Frühgeschichte, Psychologie, Naturerfahrung, Gruppendynamik und herzhafter Begleitung von Menschen - bringen die beiden mit und auch grosszügig ein, wenn es wichtig ist.

Treffpunkt ist Palea Epidauros, Ostpeloponnes. Von dort aus folgen wir der Lady von Asine. Unsere Studienreisen hatten bisher 8 - 12 Teilnehmer*innen und sind vor Ort in PWs organisiert. Ausstattung für's draussen unterwegs sein, inkl. Schlafsack etc. mitbringen...
Bei Interesse freuen wir uns über eine Mail oder Anmeldung. wir fädeln dann Ankommen und Weiteres ein.

 



Magisches Johanniskraut: Studienreise im Tal der Muota

Vor 12‘000 Jahren ging die letzte Eiszeit zu Ende. Schmelzwasserströme strebten in Bächen den Flüssen zu. Das vorerst noch raue Klima und die zurückweichenden Eismassen bildeten die Lebensgrundlage für Pflanzen, die an lange strenge Winter angepasst waren. Föhren, Wacholder, Eiben, Birken, Erlen, Vogelbeeren, Haselnuss, Heidelbeeren. Zuhinterst im schweizerischen Muotathal befindet sich noch ein Stück Urwald aus jener Zeit. Wegen der vielen Karren und Löcher im Kalkstein blieb der sogenannte Bödmerenwald weitgehend unberührt. Im Untergrund dieses Waldes befindet sich das Hölloch, die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit des Muotathals. Berühmt sind aber auch die Muotathaler Wetterfrösche, die jedes Jahr ihre auf Naturbeobachtungen basierenden Wettervorhersagen verkünden.

Der Öffentlichkeit noch kaum bekannt ist noch eine weitere Sensation, mit dem das Muotathal auftrumpfen kann: Im Frühling des Jahres 2020 stiess man bei archäologischen Grabungen auf 12‘000 Jahre alte, und damit eine der ältesten Spuren menschlicher Präsenz in der Schweiz. Unter einem Felsüberhang oberhalb der Muota fanden sich Steinartefakte, von denen einige aus weit entfernten Gegenden wie Vorarlberg, Napfgebiet und Südschweiz fanden und von einem regen Austausch zeugen.

Besonders interessant ist Nachweis des Gebrauchs von Johanniskraut. Brauchten jene Menschen am Ende der Eiszeit dieses gemütsaufhellende Mittel, um die langen Winternächte freundlicher zu erleben und wir können getrost annehmen, dass es schon damals Heilerinnen gab, die um die heilende Wirkung von Johanniskrautöl bei Hauterkrankungen wussten.

Während die älteste Herdstelle auf ein Alter von 12‘000 Jahren datiert werden konnte, stammt die jüngste Stelle aus dem frühen Mittelalter, also aus einem Zeitraum, in dem die Landwirtschaft die Sammler-Jäger-Kulturen bereits abgelöst hat und Milchprodukte und Weizen trotz Lactose- und Glutenunverträglichkeit zu Hauptnahrungsmittel geworden sind. Im Muotatal sind noch Häuser auf dem 12 Jahrhundert erhalten, und geben Zeugnis des damaligen Lebens, Arbeitens und interessante Einblicke in die damalige Volksfrömmigkeit.  


ORGANISATORISCHES

MIT
Astrid Habiba Kreszmeier und
Hans-Peter Hufenus

DATEN
25 - 27 SEP 24

ORT
Muotatal

LOGIS
In der Natur

KURSKOSTEN
CHF 350 exclusive Reise
und Spesen vor Ort.



STUDIENREISE PROGRAMM :-)

Routing in Planung

Wenn Cito und Habiba eine Seminarreise anbieten, dann kann man sich darauf verlassen: nichts ist bis ins Letzte durchorganisiert und auch touristische Highlights wird es kaum geben. Dafür aber macht sich eine Reisegemeinschaft miteinander auf den Weg: wach, freundlich, streunend den Phänomenen folgen. So verdichten sich meist bewegende Geschichten, zeigen sich wunderbare Plätze und ergeben sich tiefe Begegnungen und Gespräche. Gelebtes Wissen - sei es in Sachen Frühgeschichte, Psychologie, Naturerfahrung, Gruppendynamik und herzhafter Begleitung von Menschen - bringen die beiden mit und auch grosszügig ein, wenn es wichtig ist.

Die Studienreise ist für  8 - 12 Teilnehmer:innen ausgerichtet, wir reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln und wo nötig und hilfreich im Pkw's. Ausstattung für's draussen unterwegs sein, inkl. Schlafsack etc. mitbringen...
Bei Interesse freuen wir uns über eine Mail oder Anmeldung.